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wenn auch nicht in vollem Umfange!

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Anlehnen am Lehnwächter oder FDGB die Dritte

(von Roland)

AbendstimmungEine mir sehr liebgewordene, schon über 10 Jahre alte Tradition ist das jährliche Herbstboofen mit zwei guten Freunden. Beide wollen im Netz nicht erwähnt werden. Am ersten Septemberwochenende war es wieder soweit. Zu Beginn, am Freitag, stand erstmal ein „Misserfolg", die Boofe an Günthers Börnel war belegt. Also Wasser aufnehmen und hoch zum Wilden Kopf.

An diesem Abend konnten wir auf Grund der recht früh einsetzenden Dunkelheit nichts mehr Klettern, dafür belohnte uns ein phantastischer Blick auf Schrammsteine, Falkenstein  und Abendsonne.

Abseile an Ferdinandturm


In der Boofe machten wir es uns gemütlich, zum Abendessen gab es (zu Hause) marinierte Medaillons an Petersilienchampions. Dazu wurde Brot gereicht. Selbstverständlich wurden auch die, auf diesen Seiten immer wieder stark betonten Getränke kredenzt.

Am Samstag ging es gleich nach einem ausgiebigen Frühstück und dem 2. Kaffee zum Hinteren Leuchterweibchen. Am Anfang unterstützt gelangten wir über eine schöne Kletterei zum Gipfel.

Das nächste Ziel war die Jammerspitze, wo wir am Oberen Weg einen alten Sack abhängen wollten. Nach einigem Gezeter und Sachsenverfluchen, der Weg sieht schon spannend aus, ging dann doch Alles sehr schön zu klettern. Der Übertritt in luftiger Höhe stellt sogar für kleinere Bergfreunde, wie z. B. den Verfasser
dieser Zeilen, kein Problem dar.

Nach einer Zwischenstärkung für Körper und Geist ging es „geradewegs" zur Domspitze. Hier wurde der Alte Weg ins Auge gefasst, aber wegen seiner vielen Kaminmeter verworfen. Wir sind halt schon nicht mehr die Jüngsten. Warum dann aber die Wahl auf die Ostriege (Variante zur Lila Verschneidung) fiel, bleibt im Unklaren, ist unsere letzte VIIa doch schon Jahre her. Letztlich saßen wir nach geteilter Führung glücklich auf dem Gipfel und schauten der Sonne beim Untergehen zu. Belohnt wurde unser Tatendrang mit einer 14. Begehung. Es dämmerte bereits, also schnell runter, Sturzbier und (in schwarz/weiß bis dunkelgrau) die Wilde Hölle runter.

Nach dem Abendessen, es gab Lammrücken kombiniert mit einer raffinierten Bohnen-Kartoffelpfanne, beehrten uns dann noch sieben junge Sachsen in der Boofe. Diese sorgten auch dafür, dass wir am Sonntag bereits um 7.30 Uhr wach waren. Die Gunst der frühen Stunde nutzend gab es erstmal ein schönes Rührei mit Schinken. Nach dem zweiten Kaffee war auch soweit alles gepackt, und auf ging's zum Lehnwächter. Ebendieser wurde mir von mehreren Seiten wegen seines sehr alten Buches und der „ach so tollen" Wegführung empfohlen.

auf der BieneMein erster Eindruck war: Ohgottogottohgott, da hab ich mir wohl zu viel vorgenommen. Nach langem Hinundherzögern dann doch der für mich entscheidende Zug über den Pfeiler und ins Loch gekämpft. Der Weg wurde ja schon anschaulich von Heiko in „Hier kommt Kurt,- ohne Schuh und ohne Gurt" auf diesen Seiten beschrieben. Die Freude über das alte Gipfelbuch, vor Allem aber über den für unsere Verhältnisse außerordentlichen Gipfelsieg war gedämpft, weil der dritte Mann von einem Nachstieg Abstand nahm.

 

 

Blick zu den GansfelsenAber nach Heiko, Herdi und Otto zum Einen und Ingo, Thomas und Toni (d.J.) zum Anderen, konnte ich nicht umhin den Gipfelbucheintrag mit „FDGB" zu übertiteln, womit der KV-FDGB in einem 70 Jahre alten Gipfelbuch auf nur einer Seite mit 3 Seilschaften vertreten ist - wow.

Für unseren jährlichen Dreier war dieses Wochenenden wohl herausragend. Für mich persönlich auch, bin ich doch nach Jahren mal wieder relativ sicher in schwierigere Wege eingestiegen. Diese klettertechnische Entwicklung hängt für mich eng mit den regelmäßigen Dienstagabendterminen am Turm zusammen. Nicht nur für mich ist die sehr wertschätzende und sportlich-respektvolle Atmosphäre am Turm Motivation und Antrieb. Klingt jetzt irgendwie geschwollen, aber Danke und Gruß Euch Allen.

Roland
(pue)

log kv fdgb

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