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1. Sitzung des Zentralkomitees zur Förderung guter Musik in 2022Kaminzauber

Einer muss es machen. So viele Lieder verschwinden aus dem Gedächtnis der Menschen, nur, weil ein neues One-Hit-Wonder die Bühne der Welt betritt. Arne, Heiko, Q und ich wollten an diesem Wochenende den besten Song des letzten Jahrhunderts küren. Vom Sonnenuntergang bis zum Einschlafen gab es Hits aus dem Sachsenradio im Kaminsaal des Sebnitzer Jagdschlosses. Ok, aber vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang sollte dann schon geklettert werden.

Am Donnerstag, den 17.03. habe ich in bekannter Manier den Elch besprungen, erst Arne und dann den Don eingesammelt und zusammen rollten wir auf den ausgefahrenen Spurrinnen von Generationen von Berliner Kletterern gen Süden. Q wollte am nächsten Tag zu uns stoßen. Nach dem Bezug der Herberge und der Bereitung des Abendbrotes gaben sich die Juroren einer ersten Hörprobe für SsdS (Sachsen sucht den Superhit) hin. Das Ergebnis wird an dieser Stelle nicht gespoilert, das gibt es erst zum Ende dieses Berichtes.

Der Freitag begann gutgelaunt und früh und nach leckerem Frühstück rollten wir zum Wanderparkplatz an den Falkensteinhütten. Am großen Schrammtor vorbei ging es Richtung Satan, am Teufelsturm haben wir dann bemerkt, dass wir zu weit waren. Umdrehen, richtigen Zustieg wählen und schon standen wir am Gipfel der Wahl. Der neue SW-Weg *VIIa sollte es werden und Heiko hat ihn natürlich gemeistert. Es ging weiter zum Schrammsteinturm, der über die O-Kante VI nur geringen Widerstand leistete, bevor wir (Heiko natürlich im Vorstieg) in der grünen Scharte der Sonnenspitze den Arnold-Klassiker Schartenwinkeln VIIb versuchen wollten. Nun, die Bedingungen waren eher suboptimal und bis zum Ring war es auch ein Stück. Da wir genau für solche Fälle Arne zur Sicherung zwangsverpflichtet hatten, konnte ich vom Massiv aus eine Schwebesicherung einrichten, die das Unterfangen ohne körperlich schwere Schäden für den feinen Herrn Vorsteiger ermöglichte. Arne war das Abenteuer genug, ich wollte unbedingt hoch. Im Nachstieg schwer, aber schön, vor allem der Hangelrippenpassage über dem Ring war klasse, im Vorstieg hätte ich das nicht gebracht. Wir wurden mit einer Jahresersten (JE) belohnt, es sollte nicht die letzte sein.

 Alte Wege                     Schrammsteinaussicht                     Der feine Herr Vorsteiger

Da wir auf dem Rückweg ja sowieso dort vorbeikamen, waren die beiden Gipfel über dem Wildschützensteig als Dessert vorgesehen. Von der Scharte aus liebäugelte ich mit dem direkten Weg des Wildschützenkopfes, er hatte einen Ring und lag etwas, eigentlich das was ich mag.  Zuerst aber machte Heiko die Wildschützennadel über den AW V klar mit einer schönen Steilreibung über dem Ring. Am Gipfelbuch angekommen zeigte sich, dass wir hier die nächste JE eingeheimst hatten.

 Vorsteigers Freuden Unter den strengen Augen des Don

 

 

 

 

 

 

 

Der Schartenweg des Wildschützenkopfes sah von der Nähe aus betrachtet gar nicht mehr so einladend aus und so fiel das Los des Vorsteigers wieder mal auf Heiko, der dafür den AW VI wählte. Was für eine Bergfahrt, hier wird nix geschenkt, außer vielleicht die dritte JE an diesem Tag. Was nun folgt war der Heimweg und das typische Arbeitsprogramm eines Jurors. Arne und Don fachsimpelten was das Zeug hielt, ich hielt mich am Bier fest, meine Interpretenkenntnis hält sich in engen Grenzen und Q blieb infolge Erkältungssymptomen in Berlin, das Wetter war auch wieder allerliebst.

 Wetterwahnsinn

Der Samstag begann mit Standardprozeduren, Ziel des Tages war dieses Mal der Nasse Grund im Kirnitzschtal. Der Zugang zum Reitsteig war wegen des Borkenkäfers zwar etwas schwer zu finden, der Weg aber war kurz und direkt und frei von fremden Touristen. Heiko und ich holten uns den Höllenturm per Überfall über den AW III, was weit aussah, aber gut ging.

 Überfallkommando                     kleines Prebischtor                     Zahme Hölle

Arne bekam auch langsam Lust sich seiner Höhenangst zu stellen und so wurde er Teil der Seilschaft über den Spuk IV auf die Höllenwand. Sein Mut wurde mit einer 21. Begehung belohnt.  Wir waren ja nicht zum Schlafen da und so ging es mit dem Ameisenturm AW IV ohne Krabbeltiere weiter. Nach einem recht botanischen Zustieg standen wir in der bemoosten Scharte des Beelzebub und schleimten uns über den AW II hoch. So etwas sollte nicht als letzter Tagesgipfel stehen bleiben, deshalb machten wir noch einen schnellen Ausflug zur Hähnelspitze. Der Don hatte sich für einen Weg namens Zonk VI entschieden, der dann doch nicht ganz so garstig war, wie der Name hatte vermuten lassen. Der Abend endete mit blauen Flecken, wegen wiederholtem Schenkelklopfen infolge kruder Beschallung.

 Spitzentanz Hähnelspitze oder Härtelturm

Schwupp und schon war es Sonntag. Klamotten packen, Hütte aufräumen und putzen und schon stand der Elch mal wieder am Nassen Grund. Wieder mal die zahme Hölle hoch, dieses Mal aber zum Weißhorn. Der fehlte Heiko noch im Vorstieg und kurze Zeit später war auch das Geschichte. Der Klettersteig IV zeigte sich von der freundlichen Seite, Arne stieg nach und wieder einmal gab es eine Begehung, diesmal die 90. Ich schnappte mir den Furz über den AW III, Arne war noch juckig und sprang hinterher und zur Abwechslung war es eine weitere JE, die auf uns wartete. Heiko hatte zwischenzeitlich den Zustieg zum Steinmetz über den S-Weg III ausgekundschaftet, einem glatten Kamin, der nur mit ausgefeilter Technik niederzuringen war. Der Umstieg vom einen in den anderen Kaminarm war abenteuerlich, gelang aber gut.

Altes Beelzebuch Berg Heil 2022

 

 

Arne hatte sich zum Glück dagegen entschieden, das hätte ihm nicht geschmeckt, auch wenn er so mal wieder eine JE verpasst hatte. Da wir ja schon mal hier oben an den zerborstenen Steinen sind, können wir auch die zerborstene Wand besteigen. Der AW soll eine I sein und so spreizen Heiko und ich die ersten 3 oder 4 m hoch und klemmen uns solo in den Einstiegskamin. Der Gipfel fiel, allerdings ohne Begehung oder JE. Langsam war die Luft raus und da der gespaltene Kopf sich gewehrte, trollten wir uns zum Auto, aßen noch etwas und rollten nach Berlin zurück. Man, mittlerweile kostet das LPG sogar 1,25 €, vor zwei Jahren waren das noch 0,49 € pro Liter.

 

Last but not least we proudly present hier den unbestrittenen Gewinner des SsdS:(den Smiley drücken)

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 Mit den besten Empfehlungen des Jurorenteams

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