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eisenbahnerromantikEisenbahner-Romantik
oder jetzt aber ab zum Hermann!

Seit geraumer Zeit treffen wir am Dienstagabend ein paar Leute von Lok Berlin 53 an unserem Türmchen. Schnell stellte sich heraus, dass wir alle recht gerne in Sachsen klettern gehen. Gelesen haben wir ihre Einträge schon in diversen Gipfelbüchern der Sächsischen Schweiz. So stand einer Verabredung zum „gemeinsamen Sandstein anfassen“ nichts mehr im Wege.

Leider schmolz zum avisiertem Datum die Teilnehmerzahl aus verschiedenen Gründen zusammen, aber das sollte den Rest der Truppe nicht aufhalten. Olaf steigt die FKV Kante vor
Verstärkt wurde unser Team außerdem wieder einmal von Olaf aus Ulm. Mit ihm traf ich mich schon Donnerstagnacht am Gamrich Parkplatz. Nach lecker Spiegelei und kurzem Plausch mit einem Ranger zogen wir früh am Freitagmorgen Richtung Rathener Felsenbühne. Die FKV-Kante am kleinen Wehlturm wollte sich Olaf nicht entgehen lassen. Den Einstiegskamin überließ er aber erst einmal mir.Ausstieg der FKV Kante am Kleinen Wehlturm Vom Vorblock aus überwand Olaf zunächst die Querung, um im Anschluss die großartige Kante zu klettern. Was für ein Genuss im Nachstieg. Die Bergfahrt nahm aber ganz schön viel Zeit in Anspruch und so wurde nach dem Gipfelbuchstudium und Abseilen zunächst eine Mittagspause eingelegt.
Gegen meinen Wunsch dem Gipfel Suleika eine Aufwartung zu machen, hatte Olaf nichts einzuwenden und damit hatten wir das nächste Ziel festgelegt. Eigentlich wollte ich über den AW für II emporsteigen, aber irgendwie steckte ich plötzlich im sandigen Weg Aufriss für VIIa.Hans im Kamin vom Verlorenen Turm
Eine ganz schöne Schinderei, der mit Kinderkopf und Affenfaust im unteren Teil ganz gut zu sichern war. An der Hauptschwierigkeit steckte dann ein Ring. Dort konnte dann auch auf Wand geklettert werden, um anschließend mit einem überhängenden Schulterriss aufzuwarten. Zum Schluss durfte schließlich doch noch die Faust klemmen und ein wenig gestemmt werden. Ich habe jedenfalls ordentlich geschnauft und zur Belohnung die 30. Begehung nach 40 Jahren gewonnen. Nun hieß es ab zum Hermann, um bei Bier bzw. Wein und Fischsemmel die wärmende Nachmittagssonne zu genießen. FRank, Hans und Heiko auf dem Verlorenen Turm
In der Karl Heinecke Hütte, der Vereinshütte von Lok Berlin 53, trafen wir dann am späten Abend mit Frank und Hans nebst Familie zusammen. Frank klettert schon seit seinem 5. Lebensjahr in der Sächsischen Schweiz und ist eine große Zahl an Wegen geklettert, gesprungen und auch erstbegangen. Nun fehlen ihm nur noch wenige Gipfel bis er alle bestiegen hat.
Der Verlorene Turm ist einer davon, den wir dann am Samstag als erstes angingen.
Wieder einmal über den AW (3/IV) erreichte ich als erster den Gipfel. Da Hans genug von gaffenden Touristen hatte, wurde das Reh als nächstes Ziel abgewählt und der Rudolf Holz Turm anberaumt. Der AW, eigentlich nur IV, begeisterte am Einstieg mit einer übler Schlotte, gefüllt mit umgestürzten morschen Bäumen. Des Weiteren galt es eine moosige Reibung und ein paar sandige Risse zu queren, bevor man den Gipfelaufschwung in Angriff nahm. Ach und da wartete schon wieder der typische Touristenalarm. Was soll's, es ging ab zum Hermann. Da waren dann alle oben
Zum Abendbrot wurden Maultaschen aus dem Schwabenland von Olaf gereicht und mit lecker Schnaps verdaut.
Am Sonntag wurde recht früh aufgebrochen, um beim Einstieg am Tiedgestein möglichst allein zu sein.Hans steigt in den Suedweg vom Tiedgestein ein Über den Südweg kamen wir so fast ohne Publikum nach oben. Beim Abseilen war dann erneut die Hölle los. Wie letztes Jahr mit Ingo sollte als Zugabe noch der Axelturm über die Brücke erklommen werden. Ein Projekt, das den ganzen Nachmittag ausfüllte und im Anschluss wieder beim Hermann landeten.
Die Emporkante am Hirschgrundkegel war am Montag ein würdiger Abschluss für dieses grandiose verlängerte Wochenende.Cornelius hat das schwerste am Tiedgestein hinter sich

Es bleibt festzuhalten dass dieses hoffentlich nicht das letzte Wochenende mit Hans und Frank von der Eisenbahnertruppe war.

Heiko 13.09.-16.09.19
Es ist noch Suppe da

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