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 Lorenzsteine Und Kultur

 

Es ist Juni, es soll Sommer sein aber letztlich fühlt es sich nach wärmerem Aprilwetter an als wir in der Dämmerung auf den Parkplatz im Kirntzschtal fahren. Das Geläuf erscheint nicht vollständig trocken und die Prognosen sind durchwachsen. Da stehen wir nun, Felix, Mille, Thomas und ich und warten auf Judith, die mit Madelaine auf dem Weg zu uns ist. Das Judiths Bruder mit Freundin auf dem Parkplatz wartet erfahren kurz darauf. Herdi ist mit Schrödi und Kritze schon in der Boofe und hat den sportlichen Teil der Vereinbarung bereits hinter sich gebracht.

Soweit, so gut.

Als wir wenig später in großer Karawane durch den Wald wandern, begleiten mich Gesprächsequenzen zwischen schlafende Menschen und gut gekleideten Maschinen über saftige Steaks, während mir der Rucksack zu schwer ist. In der Boofe finden wir die Punx leidlich wach und tilgen umgehend Thomas Kleine Lorenzsteinschuld.

boofe_morgensBoofe_2Kanstein

Der morgen grüßt recht feucht, so dass an Kletterei nicht wirklich zu denken ist. Nach ausgiebigem Frühstück, auch Eier haben Potential für schlechte Laune durchschleichen wir in großer Runde den Alten Weg am Stein.Danach bleibt nur eine Erkundungsrunde zum Rabentürmchen. Das zwischen-durch Gewitter über uns niedergehen und unsere Hopfensaftreserven dezimieren, erscheint, dem Verlauf des sogenannten Sommers folgend, nur folgerichtig. Gegen Abend lädt die Buschmühle zu einem kulturellem Highlight: Vorträge von Hartmut Landgraf, der Stativkarawane und dem Wandermädchengott Rolf Böhm ziehen uns auf den gut gefüllten Hof. Während Schlappseil über die Unterschiede moralischem Anspruchs zwischen Bielatal und Schrammsteinen referiert kommen Micha und Fischi. Ich schnappe mir Kritze in der Hoffnung auf ne schnelle Begehung der Kleinsteinwand. Es bleibt, ob der nicht zu leugnenden Restfeuchte im Schatten, bei einer schönen Wanderung. Die einsetzende Dämmerung ruft die Protagonisten der Vortragsreihe auf den Plan. Allesamt schön. Traumhafte Bilder die in liebevoller Kleinstarbeit zusammengestellt wurden stehen neben dem Sandsteinblogger. Besondere Erwähnung verdient hier Herr Böhm, der in lupenreiner Perfektion, Wege in ihrer Allumfänglichkeit beleuchtet und Konstruktionen der Gegenwart auf Gültigkeit prüft. Wer Struktur vermisst ist zum selber denken angehalten. Chapeau, Herr Böhm. Der Heimweg gestaltet sich aufgrund der Flüssignahrung zum kurzweiligen Abenteuer. Und während Judith in ihren Geburtstag feiert wirken bei Anderen schlafbegünstigende Narkotika.

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Irgendwann werde ich wach, ich weiß nicht warum, es ist hell- dies ist doof. Die Sonne hat meinen Schlafsack noch nicht erreicht, wenn das passiert heizt sich der Kunststoff unerbittlich auf und an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Is aber noch nicht soweit. Ich registriere Nebel zwischen dem Großen und dem Kleinem Lorenzstein, Nebel über dem Talboden und strahlenden Sonnenschein an einem blass blauem Himmel. Postkartenwetter in Reinkultur. Glücklicherweise liegt meine Kamera direkt neben mir und ich probiere das Magische einzufangen. Zufrieden mit soviel Produktivität sinke ich in Morpheus Arme zurück und träume surrealistischen Quatsch .

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Wenig später steht klettern an, die Sonne scheint und der Südweg geht nicht wirklich. Dafür der Weg über die Box. Ein Traum. Das Wetter scheint stabil, Judith hat immernoch Geburtstag und in großer Gruppe wandern wir nochmals los. Herdi und Schrödi spielen bereits an den Siebenern am Großen Lorenzstein, Kritze hat den Westweg erobert und wir tummeln uns inmitten einer 20-köpfigen und 3 Generationen umfassenden Gruppe am Rabentürmchen. Ok. Vielleicht wurden Rekorde gebrochen für die Anzahl der Personen auf dem Gipfelkopf, letztlich finden alle wohlbehalten wieder auf den Waldboden zurück. Und während die Sonne scheint als hätte sie nie etwas anderes getan besteigen wir noch die Lorenznadel über die Nordkante bevor wir uns dem Ruf der Verwertungsgesellschaft beugen. Vorerst.

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