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Meteorologen aller Länder  vereinigt euch…

Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben!vielleicht schafft Ihr es ja zusammen, das Wetter wenigstens für drei Tage vorauszusagen. Anfang der Woche lassen uns die weisen Damen und Herren vom Wetterdienst unsere kurze Reise wie folgt planen: Samstag 100 % Regen, da bleibt ein Sachsenkletterer doch lieber zu Hause. So nötig hat man es dann auch wieder nicht. Die Prognosen für Sonntag so lala, aber Montag, Dienstag und Mittwoch der schönste Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad.  Also planen wir erst am Sonntag zu starten. Je näher der Abreisetag rückt, desto düsterer werden die Prognosen. Ein kleines Sonnensymbol blitzt nur noch für den Dienstag hervor. Was soll‘s, die zwei Schäferwagen in Gohrisch sind reserviert, Grillzeug und Bier sind eingekauft und den Männern juckt es schon seit Tagen in den Fingern. So schlimm kann es ja nicht werden. 

Unsere 2 FDGB Reisegruppen wollen getrennt anreisen. Der Frühtrupp Heiko und Tina (besonders juckig) und der etwas spätere Trupp, gebildet von Ingo und mir. Schwammige Termine  (irgendwann vormittags)  und Treffpunkte (ihr ruft uns an und gebt Bescheid, an welchem Felsen ihr seid) gestalten sich für Ingo und für mich immer sehr schwierig. Als wir um 12 Uhr von Tina einen aufgeregt, fragenden Anruf irgendwo aus den Felsen erhalten, ob wir denn bald da sind, müssen wir gestehen, dass wir immer noch gemütlich bei unserem sonntäglichen Käffchen sitzen. Nun aber los! Der sächsische Felsen ruft. 

Gerade auf dem Parkplatz der Bastei angekommen, stiefeln auch schon Heiko und Tina an. Verdreckt und abgekämpft, aber Heiko um vier Gipfel reicher. Der Drops ist bei den Beiden für diesen Tag eigentlich gelutscht. Doch Ingo hat noch einen Gipfel auf dem Schirm, den wir im Februar bei viel Neuschnee einfach nicht machen konnten. Der Name Versteckte Spitze sagt alles. Schnell über das Massiv abgeseilt und den Gipfel über den Bergweg geschnipst. Vom Massiv aus Quackenstürmer Ingoentdecken wir Frauen auf der anderen Seite des Tals etwas, was wie ein Gipfelbuch aussieht. Im Kletterführer ist nichts eingezeichnet. Kann nur eine Quacke sein. Die soll jetzt auch noch eingetütet werden. Wenn man schon mal hier ist! Das murren der weiblichen Reisebegleitung wird demonstrativ überhört. Auch das Klagen über langsam hochkriechende feuchte Kälte prallt an den Männern ab. Frei nach Peter Brunnert  „Wir müssen da hoch“, lassen sie sich nicht mehr aufhalten. Tina und ich bleiben mit kalten Füßen und Händen auf dem Weg zurück. Wieder unten angekommen, berichten die Männer von der 3. Besteigung der Uttewalder Scheibe (AW V) über einen abenteuerlichen Spreizkamin.       

Jetzt aber auf nach Gohrisch, zu den von Tina schon so oft als besonders lauschig angepriesenen Schäferwagen. Die beiden spärlich, aber gemütlich eingerichteten Wagen stehen auf dem Gelände einer Gärtnerei, die im harten Konkurrenzkampf der Nachwendezeit leider nicht bestehen konnte. Mitten in einer Weihnachtsbaumplantage aus Blautannen, die sich nicht mehr vermarkten lassen, stehen die Wagen mit einem wunderschönen Blick auf Felsenformationen.  Der Gemeinschaftsraum, die Küche und die sanitären Einrichtungen befinden sich in einem eigens dafür umgebauten Gewächshaus. Augenmerk sollte der Besucher hier auf die kleinen liebevollen Details legen, die Bezug auf den Klettersport nehmen.

Der Regen vermiest uns den Abend. An grillen und Lagerfeuer ist nicht zu denken. Also hauen wir Fleisch und Würstchen einfach in die Pfanne und lassen den Tag bei einer guten Flasche Wein ausklingen.

Am nächsten Morgen wecken uns große Regentropfen, die auf des Schäfers Behausung fallen. So ein Mist, Regen und schon um 9.00 Uhr, denke ich. Heiko steht bestimmt schon in der Küche, brutzelt irgendetwas, lässt die Kaffeemaschine dampfen und den Teekessel pfeifen. In der Küche angekommen, werde ich eines Besseren belehrt. Heiko kann auch anders! Unfassbar, der Schlingel liegt doch tatsächlich noch eingerollt in seinem Schlafsack. Tina selig daneben. Die Aussicht auf frische Brötchen treibt sie dann aber doch aus ihrer vierrädrigen Behausung.    

WanderwetterWas soll man bei einem solchen Mistwetter nur machen. Wir beschließen, über die Häntzschelstiege auf die obere Affensteinpromenade zu wandern. Für mich, mit nur einem funktionierenden Gleichgewichtsorgan, zurzeit eine echte Herausforderung. Aber dank der tatkräftigen Unterstützung von Heiko (vor mir) und Ingo (hinter mir) komme ich leicht verschwitzt und mit weichen Knien oben an. Vielen Dank an euch Beide! Ausstieg an der Häntzschelstiege 

Geklettert wird an diesem Tag auch noch. Angegangen wird Wotan (II) und dann direkt über den Bergweg (III) mit einem Übertritt der Dämon. Zum Abschluss gönnen sich die Männer noch einen Sprung (1/II) auf den Veteran. Tina und ich sind nur Zuschauer vom Massiv. Wir genießen die herrliche Aussicht. Der Abstieg durch die wilde Hölle geht dann sehr schnell.  Der Weg macht seinem Namen alle Ehre, immer wieder liegen umgestürzte Bäume quer.

 

Bastelvorlage 1 für ein Daumenkino:

Bergweg auf den Dämon 1Bergweg auf den Dämon 2Bergweg auf den Dämon 3Bergweg auf den Dämon 4Bergweg auf den Dämon 5Bergweg auf den Dämon 6

                                                               Bastelvorlage 2 für ein Daumenkino:

Bergweg auf den Dämon 8Bergweg auf den Dämon 7

Bergweg auf den Dämon 10Bergweg auf den Dämon 9Bergweg auf den Dämon 12Bergweg auf den Dämon 11Durchgefroren und müde kommen wir in unserem Gewächshaus an. Keiner hat so richtig Lust ein  Lagerfeuer zu machen. Es ist einfach zu nass. Am späten Abend gehen wir alle noch durch Heikos harte Gelenauer Skatschule.    

Nächster Morgen, wieder trommeln aufs Dach. Es ist doch wie verhext. Heute ist Heiko am Start wie man ihn kennt. Eier brutzelnd und Kaffee aufgießend ist er in seinem Element. Doch das miserable Wetter und keine Aussicht auf Besserung, lässt auch den enthusiastischsten Kletterer verzagen. Wir streichen die Segel. Heiko und Tina begeben sich in Richtung Moritzburg auf die Spuren von Aschenbrödel und Haselnüssen. Wir machen uns auf ins Bielatal. Lückenschluss heißt unser Tagesmotto heute. Unsere Wanderung nutzt Ingo, um noch schnell den Kapuziner und die Zerklüftete Wand zu besteigen.

28. April - 30. April 2013

Ein Bericht (etwas verspätet) von Anke

           

   

 

 

 

 

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