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Von nun an wird zurückgekocht ! 

 

Da uns allen zur Weihnachtsfeier von Lars und Püschi eine toll illustrierte Boofenkoch-kunstmanifestation überreicht wurde, schien die Gelegenheit günstig erste Empfehlungen zu testen. Man schreite also in den Supermarkt seiner Wahl, kaufe alle Zutaten des entsprechenden Gerichtes und suche sich freiwillige Testpersonen.

 

 

 

Meine Freiwilligen in diesem Falle waren Dirk und Ingo. Zu Dritt fuhren wir am Samstag früh nach Schmilka, um unsere schweren Rucksäcke in die Wurzelboofe zu schleppen. Leicht gehandicapt schlich ich dieses mal etwas hinterdrein, da mein rechtes Knie etwas „zwickte“. Nachdem wir die Boofe eingerichtet und ein Sturzbier getrunken hatten, erklommen wir als Jahreserste den Kulissenwächter über den AW.

Dirk und ich stellten beflissen fest, dass die Entscheidung, diesen Gipfel vor vier Wochen unbehelligt zu lassen, richtig gewesen sei, da der Ausstiegszug bei Schnee und Eis unmöglich gewesen wäre. Anschließend ging es über einen abenteuerlichen Weg auf die Verborgene Zinne, um dann zum Tageshöhepunkt zu schreiten. Die Totensteiner Nadel wartete mit einem VIIa!-Handriss auf, den Dirk sich wacker nach oben kämpfte. Ich empfand, dass der Weg so seine Momente hatte, selbst im Nachstieg!

Nachdem uns Ingo noch durch den Südkamin auf das Verborgene Riff geführt hatte, erstieg Dirk den Wurzelkopf über den AW. Ein schöner klettertechnischer Tagesabschluss, der wiederum mit einem Jahresersten belohnt wurde.

Zurück in der Boofe ging es ans Kochen. Geschwind wurden Zwiebeln geschält und gehackt, Champignons und Kräutersaiblinge zerteilt und Möhrchen geschnippelt. Dann die schon daheim eingelegten Filetscheiben angebraten und den ersten Schluck Whiskey getestet. Anschließend Gemüse angebrutzelt und mit Rotwein abgelöscht, Filet dazu und natürlich mit frischen Kräutern wie Petersilie und Liebstöckel abgeschmeckt. Es duftete vorzüglich und gemundet hat es nicht nur den „Testkandidaten“. Zum Abschluss musste aber aus alter Tradition noch eine Büchse Ananas geöffnet werden, denn ohne Dessert sollte das Abendmahl nicht ausklingen . Gut gesättigt, konnten wir uns nun den noch mitgebrachten Getränken widmen, und dies gelang uns hervorragend, wie mir mein Kopf am Sonntagmorgen bestätigte.

Nichtsdestotrotz wurde nach einem großen Frühstücksrührei mit Schinken und Zwiebeln die Klettersachen gepackt. Ingo hatte Großes vor und wir wollten ihn – wenn auch nur Moralisch – unterstützen. So standen wir also respektvoll vor den Fünf Gipfeln Nordwest- und Nordostturm und überlegten, wie es am besten gelänge diese zu erklimmen. Wir hatten uns zum Teil schon im Teufelsturm-Forum erkundigt und erfahren, dass hier ein echter „fünfer Glassiger“ auf uns wartete. Aber Ingo war nicht bange und erklomm schnell die ersten Meter des Kamins. Der Kamin ist der Einstieg für beide Gipfel, so kann man sich oben an einer Kaminkreuzung entscheiden, welchen der Gipfel man denn zuerst zu ersteigen beabsichtigt. Ingo zog es zum Handriss des Nordwestturmes, war aber irgendwie nicht ganz so gängig wie es schien, also ein Stück zurück und Schulterriss am Nordostturm angeklettert. Richtiger Höhengewinn stellte sich aber auch da nicht ein, also ging es wieder zurück zum Handriss. Noch einmal ne gute Sicherung gelegt und los. Einen Meter hoch, wieder zurück und durchschnaufen. Erneut einen Meter hoch und noch ein Zug und ja jetzt hat er es - nein er klatscht raus. Verdammt! Aber jetzt war Ingo richtig sauer „nun erst recht“. Er entschloss sich einfach die Variante zum AW zu klettern, was bedeutete, dass ein Spreizkamin mit anschließendem Gruselreibungsübertritt zu bewältigen war. Als wir im Plüschsessel der Nachsteiger besagte Stelle passierten, war uns dann nicht ganz klar, wie so etwas im Vorstieg zu machen sei. Sei es drum, Ingo hat es geschafft und erstieg den Nachbargipfel behände über den Übergangsweg. Schnell noch nen Spruch für die Jahreserste ins Gipfelbuch und ab zum Südturm, wo noch eine Sternchen II auf uns wartete.

Da ich den Südturm schon mal mit anderer Seilschaft (Herdi, Kubi) erstiegen hatte, gönnte ich mir ein Sonnenbad nebst Bierchen.

So richtig heiß ist uns aber erst in Schmilka bei Wolfgang geworden, denn dort hatte die Sonne ihre ganze Frühlingsstrahlkraft entwickelt und uns schön zum Schwitzen gebracht. Ansonsten war es dann doch noch ganz schön kühl an diesem Wochenende.

 

Heiko 13.04.-14.04.13

 

PS: Gericht entspricht Boofenkochbuch Seite 9

 

Das Humpelbein merkt an: Kamikaze, Kaminwurzen, Kniebier, Knieschmorbraten, Knickebein, Knickerich, Knigge, Knick Knack..... das Knie zwickt nicht, sondern zwackt mehr denn je. Der Schornsteinfeger muss sich schonen! Kamine kehren müssen jetzt die anderen!

 

Kommentare   

# Der Chrille 2013-04-19 13:18
Schau mal hier Heiko, habe ich extra für dich gebaut: kv-fdgb.de/images/pdf-dokumente/Bastelanleitung.pdf
P.S. Gute besserung für die Kniewurzen ;-)

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