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fdgb hack 2026Wir sind wieder online,
wenn auch nicht in vollem Umfange!

Der Hack unserer Webseite war eine echt harte Nuss! Inzwischen läuft die Seite wieder, aber ihr werdet es merken: es gibt Probleme mit den Bildern in den Beiträgen. Daran arbeiten wir und versuchen, zunächst aktuelle Beiträge vernünftig darzustellen und dann nach und nach alte Berichte zu reparieren. Das wird Zeit kosten!
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Bleibt alle gesund und gut am Berg unterwegs,
Euer Webseiten-Team

Weissmies

THE WEISSMIES
- oder was der ehemalige Gefängnisdirektor von Spandau zu Rudolf Hess sagte (Bericht von Steffen)

Auf meine Frage, ob wir uns zusammen mal an ein paar leichten Alpen-4000ern versuchen wollen, hatte Jörg leichtsinnigerweise „ja“ gesagt. Mit ihm war ich schon mehrmals in den Alpen unterwegs, auf Klettersteigen und einmal mit Bergführer auf dem Dome de Neige. Jörg hat auch schon das Allalinhorn im Alleingang bestiegen, also beste Voraussetzungen für die Besteigung von Weissmies und Co.

Die Anreise nach Saas Grund (Wallis) verlief problemlos, leider regnete es am Sonntag in Strömen, so dass wir die Hohsaas-Hütte (3.100 m) nur mit dem Faultierbagger erreichen konnten, das war für die Anpassung nicht so optimal.  Einen kleinen Rundgang im Regen auf dem Trift-Gletscher unterhalb des Weissmies haben wir aber noch hingekriegt.  Der Name "Weissmies" kommt aus dem Saaser Dialekt und bedeutet, dass der Berg so aussieht, als ob er mit weißem Moos bedeckt ist, auf Deutsch also: das Weissmoos! Das Abendessen war dann lustiger als das Wetter, wir saßen mit drei Bergsteigern aus dem Mutterland des Alpinismus zusammen. Jörg konnte mit seinem Flugplatzenglisch natürlich perfekt das momentan herrschende Wetter beschreiben. Die Engländer erzählten uns dann noch von ihren Plänen und dass einer von ihnen bis 1979 in Spandau Gefängnisdirektor war, er hatte allerdings nur einen Insassen: Rudolf Hess.  

Montagmorgen ging es dann endlich los, Frühstück, Blick aus dem Fenster - und ab ins Bett für weiter 90 min. Dann, um 7.30 Uhr doch Abmarsch Richtung Gletscher. Wir waren vorerst die Einzigen, die Engländer wollten ja zuerst zum Lagginhorn. Gegen 10.00 Uhr waren wir durch den Gletscherbruch durch, erste Pause bei prima Sicht. Dann hatte sich doch noch eine Seilschaft auf den Weg gemacht. Für uns hieß es aber die Spurarbeit zu übernehmen, im Gipfelbereich lag ungefähr 20 cm Neuschnee. Gegen 11.30 Uhr hatten wir den Gipfel des Weissmies erreicht, leider steckten wir in einer Wolke, die Freude war dennoch groß. Wir nahmen noch den Dank des Bergführers der anderen Gruppe für die Spurarbeit entgegen und trollten uns gen Tal. Am Abend wieder lustiges Beisammensein mit den Engländern, sie hatten den Gipfel des Lagginhorns nicht erreicht. Am nächsten Abend war es umgekehrt, die Engländer waren am Gipfel des Weissmies erfolgreich und wir mussten 100 Höhenmeter vorm Gipfel des Lagginhorns umkehren. Wir waren leider zu langsam, der Firn und die Steine wurden in der Sonne immer weicher bzw. lockerer so dass es für uns besser war ab 12 Uhr vorsichtig mit dem Abstieg zu beginnen.

Nach diesen beiden schönen Touren bauten wir unser Zelt in Saas Grund auf, die Engländer „mussten“ auf die Britannia-Hütte, sie hatten noch einen Termin am Strahlhorn. Jörg und ich fuhren nach Zermatt und mit der Gondelbahn bis auf das Kleine Matterhorn (3.800m). Von hier aus wollten wir das Breithorn überschreiten und den Mittelgipfel besteigen. Nach 80 min standen wir auf dem Hauptgipfel, wieder als erster, aber das Wetter wurde schlechter. Alle umliegenden Berge waren in den Wolken verschwunden und auf dem Gipfel war ein Sturm, dass Jörg dachte er fliegt weg. So haben wir uns den Abstieg auf dem Grat nach Osten nicht getraut, da die Gefahr bestand, dass uns die Böen vom Grat fegen. Wir haben dann noch versucht über die Südflanke auf den Gipfel zu kommen, sind dort aber in hüfthohen Schnee stecken geblieben.
Die Engländer mussten, auch wegen des Sturmes, am Adlerpass umkehren, waren also nicht am Strahlhorn und auch mit der Britannia-Hütte überhaupt nicht zufrieden.
Am letzten Tag haben wir noch das Mittagshorn über einen Klettersteig besucht, bevor es dann nach Hause ging. Zu Hause: endlich schlafen  o h n e  Glockengeläut der Kühe! Das nervte doch ein wenig, die Viecher haben bis spät nachts ihr Gras gefressen und dabei ihr Gebimmel erklingen lassen.

Ach so, Rudolf Hess war übrigens ein sehr unfreundlicher Mann (sagte der Ex-Gefängnisdirektor).

Statistik

Weissmies  - G3   -   4.017m  - Nordwestflanke u. oberer Westgrat  -  900 Hm
Lagginhorn (bis 3.910m) - G4 -  4.010m   - Westgrat    -      1.100 Hm      
Breithorn  -    G2 -   4.164m  - Südflanke -  340 Hm
Mittagshorn   -            3.143m       Klettersteig K3
Jegihorn        -            3.206m       Klettersteig K5

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