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fdgb hack 2026Wir sind wieder online,
wenn auch nicht in vollem Umfange!

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Bleibt alle gesund und gut am Berg unterwegs,
Euer Webseiten-Team

Abenteuer am K2(aaba)

Übertritt auf den GolemNachdem wir an Heikos & Tinas Grundstück als Übernachtungsmöglichkeit außerordentlichen Gefallen gefunden haben, fassten Dirk, Frank und ich bereits vor drei Wochen den Entschluss wieder nach Sachsen zu reisen. Zudem hatten wir Himmelfahrt das Große und Kleine Spitze Horn erklommen und waren schon mal am Kaaba vorbei gestreift und hatten andere Sportfreunde bewundert, um ihn jetzt selbst in Angriff zu nehmen.


Freitagabend ging es auf die Piste nach Sachsen und Heiko und Tina empfingen uns bereits mit einem herrlich dahin lodernden Feuer als freudige Einstimmung auf das Wochenende. In Anbetracht der angekündigten Gewitter beschlossen wir die Nacht kurz zu halten und bereits früh aus dem Basislager aufzubrechen.4 - Schrammsteinblick Heiko und Dirk übernahmen sowohl das Wecken als auch Kaffeekochen und so saßen wir früh am Frühstückstisch bei Musik aus unseren Jugendtagen, um uns unsere geschmacklichen musikalischen Verwirrungen von damals zu gestehen (Modern Talking….) Andrea, unsere Lieblingswirtin, schlief vermutlich noch als wir an der Buschmühle parkten und so waren wir früh am Fels, um staunend auf unser Objekt der Begierde zu schauen. Alternativ standen uns der Alte Weg VIIa  mU oder die Südostwand ein VIIIa Weg zur Verfügung und nach längerem Überlegen fiel der Entschluss als Erstes den Alten Weg in Angriff zu nehmen, um sich anschließend zu steigern. Heiko stieg in die Route ein und erreichte in Kürze mühelos bzw. mühearm den ersten Ring, der zugleich Ausgangspunkt der Schlüsselstelle ist. Dirk folgte flugs und so inspizierten Heiko und Dirk den weiteren Verlauf der Route. Der Plan sah vor, dass Dirk „Baumann“ für Heiko sein und ich derweil Heiko von unten sichern sollte. Gesagt – getan und so erklomm Heiko zunächst Dirk und dessen Schulter, um sich dann ins Gestein zu „wagen“. Heiko probierte, den nächstbesten Griff zu erhaschen und bog dabei in die falsche Richtung ab, aber die gewählte Variante entpuppte sich als derart widerborstig, dass sich Heiko nach gefühlten Minuten und dicken Armen für einen kontrollierten Absprung entschied. 5 - wilder KerleDieser misslang trotz gutem Sturzgelände allerdings, weil sich inzwischen sein Fuß hinter dem Seil verfangen hatte. So wurden es kopfüber passable 8m und der Helm leistete einen guten Job, so dass zum Glück ein paar Abschürfungen alles Äußere waren was zurückblieb. Nachdem sich Heiko gerappelt hatte war uns irgendwie die Lust auf den Alten Weg vergangen und ich stieg lediglich noch bis zum Ring das untere Stück der Route nach, weil es einladend aussah und sich auch gut kletterte.8 - akute Scharlachinfektion
Frank hatte sich inzwischen warm gebouldert und war von Tina gesichert in die Südostwand eingestiegen und mittlerweile bis zum 2. Ring vorgedrungen. Er kam sehr gut voran und es sah zumindest von unten für uns Zuschauer so aus als würde ihm die Route nichts ausmachen. Die letzten 5-6 Meter stellten sich jedoch als garstig heraus und so entschied sich Frank die Tour abzubrechen. Heiko, der schon wieder gutgelaunt rumturnte probierte sich nun in diesem Weg und musste an der gleichen Stelle passen wie Frank. So standen wir zu fünft unten mit zwei halb eingehängten Seilen und einem glimpflich abgelaufenen Sturz. Wir wollten aber auf den Kaaba.

Neuer Versuch – wir entschieden uns, den Alten Weg ein zweites Mal in Angriff zu nehmen mit Frank in der Seilschaft. Frank stieg als Erster bis zum Ring vor und Dirk folgte ihm. Dirk war wieder „Baumann“, Heiko sicherte von unten und so machte sich Frank auf den Weg. Er wählte eine andere Variante als Heiko und kam zu unserer Erleichterung auf den Gipfel des Kaaba an. Juhu ! Mittlerweile waren schon locker mehrere Stunden am Fels vergangen. Heiko und ich folgten und Dirk leistete auch mir dankenswerterweise Bauhilfe – ansonsten hätte ich keine Chance gehabt vom Ring wegzukommen. So landeten wir zu viert auf dem Gipfel und Heiko wählte dafür seine Vorstiegsvariante im Nachstieg. Nachdem ich abgeseilt hatte – hingen Dirk, Heiko und Frank das Seil auf dem Gipfel ein, um die Schlüsselstelle der Südostwand von oben gesichert zu klettern. Dies gelang und Dirk kletterte die gesamte Tour im toprope.7 - Überfall am Rübezahl

Erschöpft und zufrieden waren wir alle wieder unten und zogen weiter zur Goldsteigsäule, da das Wetter es gut mit uns meinte und das Gewitter vorbeigezogen war. Einer der leichtesten Aufstiege auf den Gipfel war hier ebenfalls der AW für VIIb. Der im unteren Teil kaminartig aufwartet mit der Crux einen Block im Kamin zu überwinden. Im oberen Teil boten große Eisenplatten schöne Griffmöglichkeiten, so denn Kraft und Ausdauer noch reichten, um diese auch zu nutzen. An beidem fehlte es mir zumindest inzwischen nach dem Kraftakt am Kaaba, aber dennoch wurde der Gipfel errungen mit viel Willen.Talkante an der Fotografenspitze

Wir beschlossen den Klettertag zu beenden und gemütlich zur Buschmühle zu wandern. Am Zeughaus kamen wir nicht ohne Getränkepause vorbei und in der Buschmühle erwartete uns bereits Andrea. Bei leckerem Essen und Getränk stärkten wir uns nach diesem abenteuerlichen Tag und ließen ihn später bei Heiko und Tina auf dem Grundstück gemütlich ausklingen.

Antje

 

Sonntag


Nachdem am Vorabend die Gipfelerfolge, der überlebte Sturz und der aufgehängte Sack, kurz unterm Kaabagipfel mit Becherovka, Eierlikör und Bier begossen worden waren, ging es am Sonntag nicht ganz so früh aus den Federn. Gewitter waren angesagt. Deshalb flugs ins Auto gesprungen und nach Hinterhermsdorf gedüst, um noch ein paar Türmchen abzuhaken.
Die Wildkatzenspitze wurde von zwei Seiten angegangen. Der harte Heiko, die anspruchsvolle Antje und die taffe Tina rissen den Sonntagsweg für III ab und erreichten flott den Gipfel. Man konnte ihr Schnaufen (und auch den einen oder anderen frechen Kommentar) durch die Kamine sehr gut hören. Tja, die Wände haben hier Ohren!
Der draufgängerische Dirk und der furchtlose Frank erklommen den Talweg V in Wechselführung, je nach Vorstiegsvorliebe. Ich schnubbelte mich den Einstiegshandriss hoch und übergab dann beim Kamin an Dirk. Eine Win-Win-Situation. Kaum waren wir oben, da rollte das erste Gewitter heran. Schnurstracks abgeseilt und unter dem trockenen Überhang das Gipfelbier nachgeholt!6 - Abseilmaus
Weiter ging´s zur Keule. Düstere Wolkengeschwader türmten sich zu infernalischen Haufen und kündeten mit wüstem Grollen von zu erwartenden Unbilden der Natur. Die Wipfel der stärksten Bäume wurden von wilden Sturmböen zu Boden gedrückt, als wären es Streichhölzer, Blitze zuckten drohend, während unser tapferer Trupp sich unbeeindruckt durch den finsteren Grund zum Felsen vorkämpfte.
Heiko und Dirk wollten eine neue Sprung-/Übertritt-Variante erstbegehen. Ich entschied mich für die Abendkante. Von Antje gesichert genoss ich die schönen Henkel. Gleichzeitig mit Heiko erreichte ich den Ring. Doch ohweh! Ohne Baustelle war das schlüpfrige und feuchte VIIIc-Gipfelplateau nicht zu erklimmen. Es war ein Wettlauf mit der Zeit! Während um uns herum die Urgewalten ihren höllischen Reigen begannen, kämpfte sich Dirk in wagemutigen Manövern seilfrei zum Ringe vor. Krachende Donnerkeile und rasende Böen begleiteten seine letzten Meter zum Gipfel. Antje versuchte, in die Wand einzusteigen, wurde jedoch vom einsetzenden Malström ins Tal zurückgespült. Die Abseile glich einer Fahrt ins Grauen. Sturmgepeitscht fuhren wir an den eiskalten Seilen hinab ins Ungewisse. Doch es gelang! Mit letzten Kräften erreichten wir einen schützenden Überhang, als mit unbeschreiblichem Getöse das Unwetter über uns hereinbrach. Hingeduckt in eine Felsnische klammerten wir uns verzweifelt aneinander, während der Himmel Sturzbäche herab schickte, die den Fels, unter dem wir saßen, in Sekundenbruchteilen in einen tosenden Wasserfall verwandelten.3 - Gipfelbuch Golem
Als das Unwetter abgezogen war, wanderten wir frohgemut zum Parkplatz zurück und genossen im nahegelegenen Lokal Buttermilchplinsen, Schwedeneisbecher und das eine oder andere Kännchen Komplett. Schließlich war es dann Zeit aufzubrechen. Wir packten unsere Sachen und fuhren wieder zurück ins große Moloch, neuen Abenteuern entgegen.

Frank T. aus B. 

26.06.-28.06.2020Grüße aus dem Zittauer Gebirge

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