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 Adrspach 2014 – Thorsten und Roland waren dabei

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Der Plan, einen Risskurs in Adrspach zu absolvieren, war bei mir eigentlich schon einige Jahre vom Tisch. Umso verunsicherter war ich, als mir meine liebe Frau, unschuldig wohlwollend, eben diesen Kurs,  zum Geburtstag schenkte. Meine Euphorie, ich gebe es zu, war anfänglich gebremst.


Die Wochen und besonders die letzten Tage vor Adrspach stieg die Spannung jedoch erheblich, nicht zuletzt auf Grund der Berichte und Legenden, welche hier kursieren.
Unbedingt war dies ein Geschenk, von dem ich, schon im Vorfeld, sehr lange bewegt wurde. Am 11.09.14 ging es dann aber wirklich los, und hier ist der kurze Bericht: 

 

Donnerstag, 14.00 Uhr Einsammeln von Lucas und Mathias, zweier sehr sportlicher junger Männer (gerade aus den Alpen zurück, Klettersportfinger) - Erste Zweifel, ob ich hier richtig bin.
14.30 Uhr Thorsten steigt zu. Teilnahme sehr kurzfristig, aber zu meiner besonderen Freude, beschlossen.
20.00 Uhr - Wir erreichen Adrspach.
22.00 Uhr – Dank der übermittelten GPS- Daten und dem Eintreffen des Meisters finden wir endlich das Camp Stransky.
22.30 Uhr – Trotz Bittens bekommen wir in der naheliegenden Kneipe nichts mehr zu essen, aber wenigstens Bier…Schlafsack.

 

Der JörgKursstart

 

 

 

 

 

 

 

 

Fr. 12.09.14
Ca. 3.00 Erwachen wegen anhaltenden starken Regens.
7.00 Uhr Erwachen aufgrund eines, das Zelt durchquerenden, (kompressor)-hupenden Zuges.
8.00 Uhr Frühstück. Für Thorsten und, mich gibt es Bratkartoffeln mit Schinken und Rührei. Der Regen hat fertig und die Kulisse, direkt vor dem Zelt ist atemberaubend…..hohe, glatte Felsen.
Nach dem Kennenlernen (in erster Linie Klettersachsen mit respektheischender Vita…weitere Zweifel, was ich hier verloren habe gedeihen) geht es los. Kurz an unzähligen Gipfeln vorbei gewandert, packt der Meister das Seil und seinen ASV-Trainingsanzug aus, und hängt in 30 m am ersten Ring das Seil ein. Alles ohne eine Schlinge (ne in 20 m war mal eine). Hier in einer Kaminglocke war es halbwegs trocken, leider etwas überhängend. Nachdem 2 Routen hingen, die ja irgendwie nicht so schwer aussahen, ging es los. : Aua, entweder die verehrten Kursteilnehmer hoben gar nicht erst ab oder aber fielen gleich wieder ins Seil…Die Frage: „Was mach ich hier?“ drängt sich stärker auf, aber die Versuche werden besser. Thorsten ist der Einzige der den ersten Schulterrisseinstieg ohne Bauen schafft.
15.00 Uhr Abbruch und Umzug zum Bürgermeisterzwilling, einem Gipfel mit nur einem Weg (Spara).
Der Haufen ist nicht besonders groß, sieht aber so aus, dass ich schon mal nach Ausreden suche, nicht einsteigen zu müssen. Thorsten ist aber schon oben als ich am Fuß ankomme. Man, ist der fit. Nur aufgrund Thorstens Überzeugungskraft wage ich einen Versuch. Letztlich kommen von 10 Aspiranten 5 oben an, wobei die durchschnittliche Kletterzeit für die 20 m bei einer dreiviertel Stunde lag. Die 95. Begehung auf einen 1960er Gipfel..wow, langsam macht es Spaß. (Im Buch die Einträge von Qbi, Herdi und Otto von 2009, nur eine Seite zurück.)

20.00 Uhr Kneipe, diesmal mit lecker Knödeln  und Gulasch. u.s.w…………..

HackeSpitze Ich will da hoch   FÜL II


Sa. 13.09.14
3.00 Uhr Erwache weil die Knieinnenseiten zusammenpappen, schmerzhaftes Trennen, kein Regen = weiterschlafen.
7.00 Uhr - Der Zug fährt wieder durch das Zelt, also wach. Toller Blick auf die Felsen, da blauer Himmel und Sonne.
8.00 Uhr Frühstück. Es wird Omelette mit Schinken und Bratkartoffeln bereitet.
10.00 Uhr Abmarsch in irgendein grünes Seitental. Erster Unmut unter manchen Kursteilnehmern macht sich breit (Der will doch nur Quacken schnipsen und braucht Nachsteiger oder Bauleute uswusf..). Ich fühl mich langsam besser hier. Da aber wirklich alles zu nass ist, wechseln wir in den Himalaya, eine Gipfelgruppe mit wirklich schönen, fast trockenen Rissen. Hier verbringen wir den Tag mit (Riss)Klettereien von V bis VIIb. Der Thorsten ist nicht zu bremsen und nimmt alles mit. Andere müssen mit ihren Kräften etwas haushalten. Aber am Ende haben alle tolle Erlebnisse am Fels und durchaus bereichernde Erfahrungen gesammelt. Als Einige schon fast zum Aufbruch drängten, lockte noch ein Kamin (Böhmisch V, was ich aber erst hinterher erfuhr), der gängig aussah, aber nicht war. (5. Begehung überhaupt, da erst 2012 erschlossen.) So kam ich dann so ziemlich als letzter und komplett geschafft in der Kneipe an. 

Der war natürlich auch hierD

Der eigentlich nette Abend wurde lediglich durch den sehr raumgreifenden Auftritt eines, wohl sehr berühmten, Kletttersachsen etwas getrübt. Das Gesamterlebnis aber war berauschend. (Leider schwächelte der Thorsten aufgrund einer allergischen Reaktion etwas, des Nachts ging es ihm dann schon wieder besser.)…Leider setzte wieder Regen ein.

P1010280       Rissfräse I                                                           Rissfräse II                        Foto 13.09.14 16 43 10
So. 14.09.14
7.00 Uhr – Statt des üblichen Zuges heute mal eine richtige alte Dampflock, aber auch laut. Der Zug kam dann eine halbe Stunde später.
8.00 Uhr Frühstück – Heute: Variation von Schinkenspeck, gebratenen Eiern und Kartoffelscheiben..
10.00 – Plötzlicher Aufbruch aller Fachübungsleiter und Teilnehmer. Die Felsen waren einfach zu nass. Wir lassen uns Zeit und zögern den Aufbruch irgendwie hinaus.
12.00 Uhr – Auch unser Basislager ist endlich abgebrochen, und wir fahren rechts am Riesengebirge vorbei, nach Hause.
 

   Sicherheitsbasislager   Fachübungsleiter                                                                           Buch !     Frühstück
Welch Erfahrung, im Vorhinein nur zu ahnen. Man kann immer was Neues lernen. Daher gilt mein Dank allen die mich immer wieder versucht haben von Adrspach zu überzeugen. Toll, dass Thorsten dabei war, ohne den ich wohl nur halb soviel Spaß gehabt hätte. Danke für Deine, oft,  sehr bestimmte Motivation.
Aber mein besonderer Dank gebührt natürlich meiner Frau, die mir dies alles, absolut ohne Kenntnis der körperlichen Folgeschäden,  ermöglicht hat.
Hilfreich waren auch die zahlreichen Tips zur Garderobe, Bandagen, Tape, sowie die geliehenen Risshandschuhe.
Zum Glück waren die berühmten körperlichen Spuren (bis auf die Knie) übersichtlich.
Klettern in Adrspach ist ein großartiges Erlebnis, das ich unbedingt empfehlen muss. Für Thorsten und mich wird es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein.

Roland, Sept. 2014

 

 Sieht gängig aus...  Gott hilf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare   

# Qbi 2014-09-24 21:26
Fantastischer Bericht, macht auf jeden Fall sofort wieder Lust auf Adr. Klingt als hätten wir da mal mit größerer Runde ein Date.
# El Präsidente 2014-09-24 21:57
Was für geile Bilder, oh Maaan
# Qbi 2014-09-26 23:23
http://vimeo.com/106265007
# Qbi 2014-11-15 00:57
http://vimeo.com/85903606

Berge ragen kühn und trotzig in gewaltger Pracht. :D
# herdi 2014-12-05 13:53
http://www.climax-magazine.com/no-sleep-till-bakewell/

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