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Dieser Weg wird kein leichter sein
oder da ist das Dingim Hintergrund die hohe Wand des Hoellenhundes

Nicht nur unsere Fußballnationalmannschaft hatte ein großes Jahresprojekt auch der Olaf hatte sich etwas vorgenommen.
Nach etlichen Terminproblemen standen wir nun endlich davor. Was für eine Wand, sollte es gelingen? Olaf war hoch motiviert und stieg ein in die ...


Olaf am ersten Ring - noch frohen mutesJa er stieg ein in die Höllenhund Talwand. Ich hatte schon des öfteren unter dieser senkrechten großen Linie gestanden und den Mut nicht aufgebracht einzusteigen. Meist ist der Weg auch besetzt oder dicht umlagert und das sind bekanntlich keine guten Voraussetzungen für eine Durchstieg. Aber diese Zeit war vorbei, denn ich hielt ja soeben die Nabelschnur unter Bergsteigern, das Seil in der Hand und diese zog bedächtig aber stetig nach oben. Bis zum ersten Ring gab es viele Sicherungsmöglichkeiten, die zu legen aber einiges an Kraft abverlangte. Olaf musste seine Unterarme des öfteren ausschütteln, da der Weg ständig senkrecht verlief und keine echten Ruhepositionen bereit hielt. Ich fand den Nachstieg bis zum ersten Ring ganz schön straff, für den allerersten Weg am Tag.klettern in der Wabenwand - Olaf im Vorstieg nach dem ersten Ring
Nach kurzer Sortierung und Übergabe des Vorstiegsgeraffels stieg Olaf beherzt weiter. Die Wand hatte zwar permanent Griffe, doch erwiesen sich einige von ihnen als doch nicht so toll, so dass man ständig am suchen war. Die Füße sollten auch mit bedacht gesetzt werden da es nur wenig gute Tritte gab. Olaf kam ganz gut voran und hatte schon wieder vier gute Sicherungen gelegt als er ins stocken geriet. Die Wabenwand wurde nun leicht überhängend und die Linie war nicht ganz klar. Also erst mal rechts probiert, wieder zurück um dann die linke Variante anzutesten. Diese schien zu gelingen und der Rettungsgriff wurde geschnappt. Schei... ich komme und er kam. Der Rettungsgriff entpuppte sich als totaler Fehlgriff, denn er war nicht scharfkantig und gut sondern, rund schlecht. Das Sicherungspersonal in meiner Gestalt hatte weich gesichert und so hielt die gar nicht so stattliche Sanduhr Olafs Flug nach fünf Metern auf. Nun wurden erst einmal die nicht vorhandenen Wunden geleckt, um alsbald wieder einzusteigen. Schnell stellte sich aber heraus, dass der Vorstieg bis dahin zu viel Kraft gekostet hatte und Olaf aufgeben musste und zurück zum ersten Ring kam. Das scharfe Ende des Kletterseiles wanderte nun genauso an meinen Gurt wie sämtliche Vorstiegsutensilien. Na dann, wenig beherzt und mit zittrigen Beinen stieg ich los. Da war der Typ doch eben noch zehn Meter über mir gestürzt und jetzt sollte ich das bringen!? Die ersten Meter waren erst einmal gesichert, da ja noch die Sicherungen von Olaf lagen. Für mich hieß das schön ruhig klettern und wenig Kraft verbrauchen. Ab der letzten Sicherung noch mal tief Luft holen und los.oben aber geschafft im wahrsten Sinne des Wortes Es ging erstaunlich gut und schnell überkletterte ich die Sturzstelle. Eine gute Sicherung gelegt und weiter. So kam ich ganz gut voran und sah schon den zweiten Ring der Talwand. Dieser war aber für den direkten Ausstieg und ich musste mich noch einmal an brüchigen Griffen querend, zum Originalweg begeben. Der zweite Ring war erreicht und Olaf konnte nachkommen. Er war dann auch immer noch ganz schön pepp, so dass ich die letzten Klettermeter auch noch vorsteigen durfte. Die ersten Züge weg vom Ring waren noch mal kräftig und etwas keksig und stellten wohl die Hauptschwierigkeit der Tour dar. Kurz vor dem dritten Ring entschied ich mich für eine Ausstiegsvariante dem Perry-Ausstieg des AW und kam so wohlbehalten auf dem Gipfel an. Olaf folgte und die Freude war groß. Sein Jahresprojekt war mit kleinen Abstrichen gelungen und ich konnte mich erfolgreich beteiligen. So ein Tag so ...
Bier und Wein gab es dann im Ferdinands Homestay einem kleinen Hostel an der Elbe mit BettenlagerKaminzustieg zur Winterbergbarberine

und Bierzapfanlage.
Am Sonntag ließen wir es ruhig angehen. Zuerst wurde die Winterbergbarberine erstiegen, um sich dann vor der Bergfriednadel ein Bier zu gönnen. Diese wurde dann genau so über den AW bestiegen wie der Bergfried.
Das Wochenende war somit gelaufen - also fast, denn in Brasilien schickte sich ja unsere Nationalmannschaft an, den Weltpokal im Fußball zu erringen. Na ja und wie alle mitbekommen haben, ist es gelungen. Sie haben das Ding geholt. Prost!

Heiko nachgereicht zum Wochenende vom 12. zum 13.07.14

 

 

 

 

 

 

 

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