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Brokolice Polévka a Ovocné Knedlíkylieblicher Nordturm im Ausstieg des Osterweg

Die Wetteraussichten auf das Wochenende um den 10.Mai waren wieder mal alles andere als sonnig, wie so oft. Da ich einen Arbeitstermin bei Freiberg hatte und meine Frauen sich bei Storkow aufhielten, lag es  Nahe trotz dieser meteorologischen Schwarzmalerei mein Glück in Sachsen zu versuchen. Ich konnte Toni für die Idee begeistern und da Ingo ein Auge auf den langen Israel geworfen hatte benötigte ich ziemlich wenig Überzeugungskraft um Kletterpartner zu finden.

 

Ferdinandturm - AWSo kam es, wie es kommen musste und nach frühem Aufstehen, Besuch in Brand-Erbisdorf und weiteren Transfer zur Bastei standen wir gegen 16:00 Uhr am Fuße des langen Israel. Ziemlich genau zu diesem Zeitpunkt setzte dann auch der Regen ein, na toll. Nach kurzer Debatte hatte Ingo sich dann gegen einen Besteigungsversuch entschieden. Schade, sieht schon spannend aus, ich denke den werde ich mir im Vorstieg in diesem Leben nicht mehr holen. Immerhin hat der Regen dann doch relativ schnell wieder nachgelassen und für einfachere Gipfel sollte der Stein auch trocken genug sein. Ziemlich schnell sind wir dann an der Gruppe um die Ferdinandaussicht angekommen und Ingo ging den AW III am Taufstein zum Aufwärmen hoch. Frisch motiviert wollte ich den Ferdinandturm ebenfalls über den AW III erobern, durch Kommunikationsprobleme in den Kamingewirr wurde es dann allerdings der AW V des Paten. Im Nachhinein war ich ganz froh darüber, da dieser Weg mir viel besser gefiel. Mit Einbruch der Dunkelheit fuhren wir vom Basteiparkplatz los in Richtung Ostrov, welches wir dann auch gegen 22:15 erreicht haben. Joseph hatte noch offen, der Schankraum war voll,Adam und Eva - kleine Sünde nur Ingo ist das Gesicht runtergefallen als die tschechische Bedienung uns sagte, dass die Küche bereits zu ist. Nach kurzem Palaver hat Sie uns dann doch noch Bohnensuppe gemacht (Ingo hat zwei Portionen bekommen), die herrlich geschmeckt hat. Um Mitternacht erreichten wir dann die alt bewährte Boofe bei Adam und Eva. Was für ein Tag.

 

 

Am nächsten Morgen beim aufwachen scheint die Sonne durch das Blätterdach, herrlich. Nach Frühstück und Zweitkaffee war dann auch schnell der Plan für den Tag gemacht und da keiner so richtig Lust zum Autofahren hatte musste Adam und Eva, der Kastenturm, die Falkennadel, der Adlerkopf und die beiden Gipfel des Liebespaares daran glauben. Hervorzuheben ist hier der wunderbare Ostweg am Adlerkopf VIIa den Toni im Nachstieg in RP VIIb gemacht hat. Der Weg hat locker drei Sternchen verdient und ist wirklich empfehlenswert. Ingo hat ihn uns bereitet, vielen Dank dafür. Ich hatte meinen Spaß im Osterweg IV* am liebenden Nordturm und Toni seinen ersten Vorstieg am Übergangsweg II zum liebenden Südturm. Herzlichen Adlerkopf - OstwandGlückwunsch und weiter so. Mitten in unsere Kletterei knatterte immer wieder das Geräusch von einem Rettungshelikopter an dem eine Leine mit Personen hing. Wir werden am Abend im Pod Cisarem mal nachfragen was passiert ist. Der Tag neigte sich dann auch irgendwann seinem Ende zu und diesmal waren wir wild auf ein richtiges Abendbrot. Leider war bei Joseph wenig über den Unfall zu erfahren, nur das niemand gestorben ist die Situation für zwei Kletterer aber kritisch war. Ingo hat sein Herz an die böhmische Brokkolisuppe verloren und wurde nicht müde Joseph und seinen Bedienungen das das eine oder andere Mal zu sagen. Als Dank schön haben wir noch einen kleinen Sprachkurs erhalten über die richtige tschechische Aussprache von Obstknödel und der Ansage „Wir würden gerne getrennt bezahlen“. Einen Lacher habe ich noch produziert, als ich aus meinem Portemonnaie als Trinkgeld einen 20 Kronen Schein herausgezogen habe und sich herausstellte, dass es sich um altes und nicht mehr gültiges Geld handelt. Angenommen hat sie es trotzdem. Der Abend klang bei einem kleinen Lagerfeuer langsam aus.

Maiturm - SüdwestwegDer Sonntag begann, wenn auch etwas grauer im Hintergrund, so doch mit Sonnenschein. AmKastenturm Südwestriss letzten Tag hat es uns wieder in die Rathener Steine gezogen und ein kleiner Rundgang um den Amselweg sollte das Kletterwochenende abrunden. Den Lithostein zum aufwärmen, im Vorbeiflug auf den westlichen Feldkopf und dem Honigsteinkopf FS gesprungen hat uns dann ein kleiner Regenschauer in einen Unterstand am Maiturm vgetrieben. Zum Glück ist die große Wolke aber an uns vorbei gegangen und so habe ich den Südwestweg V* am Maiturm vorsteigen können. Auch sehr schön, hätte allerdings nichts dagegen gehabt, wenn der Riß n haben wir bemerkt, dass die ganze Scheibe kippelt, also ganz vorsichtig runter. Im nachgang hat mir der Leiter der KTA geschrieben, dass er da kein Problem sieht, da gäbe es ganz andere Kandidaten in unseren Gebirgen, er muss es ja wissen (hoffe ich). Der Himmel wurde immer dunkler und so sind wir, nachdem ich noch schnell das Lamm geschnippt habe, im Laufschritt am Amselsee vorbei zum Hermann gespurtet. Zum Glück zog der Regen abermals an uns vorbei, zu unserem Unglück war der Herrmann aber schon zu. Also rein ins Auto, Gas getankt, Burger gegessen und ab nach Berlin. Hoffe solch ein Wochenende lässt sich bald mal wiederholen.

 

 

 

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