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SulzkogelSkitour in Kühtai
Ein kleiner Tourenbericht von Heiko
vom 26.02.-02.03.12.

Nachdem wir in den letzten Jahren immer eine Woche in der Hohen Tatra zum Winterbergsteigen verbracht hatten, sollte es heuer mal ins Ötzi-Land gehen. Die Beteiligung war übersichtlich, da die üblichen Kandidaten aus unterschiedlichsten Gründen passen mussten. Somit ergab es sich, dass Dietmar aus dem schönen Erzgebirge, meiner alten Heimat, und ich allein im Auto ins Nachbarland aufbrachen.

Unser Basislager sollte die Dortmunder Hütte in Kühtai auf 1950m sein. Praktisch mit dem KFZ zu erreichen und somit ohne große Buckelei von überschweren Rucksäcken.Da ich noch nie eine richtige Skitour unternommen hatte, war ich entsprechend aufgeregt. Letztendlich war aber alles halb so schlimm, denn der große Vorteil gegenüber den letzten Jahren bestand darin, das man zwar genau so lange aufsteigt wie zu Fuß, aber superschnell wieder im Tal ist. Dietmar, der ein erfahrener Skitourengeher ist, hatte eine schöne Tour zusammengestellt, die im leichten bis mittelschwerem Bereich angesiedelt war.

 

Unsere erste Tour ging auf den Pirchkogel. Es mussten 1030 Hm überwunden werden, bis wir den Gipfel auf 2828 m erreichten. Die letzten Meter wurden dabei mit Steigeisen und Pickel bezwungen. Lohn war ein fantastischer Ausblick auf noch kommende Ziele. Meine erste Abfahrt gestaltete sich dann etwas schwierig, denn ich hatte im Aufstieg ein Harscheisen verloren und das galt es nun wieder zu finden. Zum Glück hatte ein anderer Tourengeher das gute Stück schon gesehen und gab uns hilfreiche Hinweise. Das eine oder andere mal hab ich mich dann auch noch in den Schnee gesetzt, na ja, aller Anfang ist schwer. Der gelungene Einstieg ins Tourengehen wurde dann entsprechend begossen. Rietzer GrieskogelAm Dienstag sollte dann gleich mal der höchste Gipfel in der Region bestiegen werden. Der Sulzkogel, 3016 m hoch, versprach einen großartigen Blick ins angrenzende Stubai-Tal. Es galt nicht nur 1070 Hm zu überwinden, nein wir mussten uns auch an einer Kompanie von hiesigen Soldaten vorbeischleichen, die zur Ausbildung durch die Berge streifte und zum Teil offensichtlich stark überfordertes Humankapital beschäftigte. 250 Hm, bei extrem schlechter Sicht und miesen Schneeverhältnissen, kehrte die bPirchkogelesagte Gruppe dann um und wir kämpften uns allein zum Gipfel vor. Nachdem wir den Gipfel bei eisigem Wind erreichten, konnten wir nur die Aussicht bis zum Gipfelkreuz genießen, dass Stubaital blieb uns verwährt. Die Abfahrt gelang bei sehr schlechter Sicht mehr recht als schlecht. An den restlichen Tagen war das Wetter dann brillant und wir konnten noch schöne Gipfel bezwingen und tolle Abfahrten genießen. (Vord.Karlspitze 2574, Rietzer Grieskogel 2884, Schafzöllen 2426 ) Die letzten beide Tage kam ich dann auch sturzfrei ins Tal. Eine rundum gelungene Woche ging somit erfolgreich zu Ende, wobei der Küche in der Dortmunder Hütte ein besonderes Lob für super Verpflegung auszusprechen ist. Danken möchte ich auch noch mal meinen Bergsportfreunden aus Berlin und Brandenburg, die mir großzügigerweise Material zur Verfügung stellten. Auf Grund der gelungenen Tour hoffe ich das nächstes Jahr selbiges, mit einer größeren Beteiligung wiederholt werden kann. Ich habe mir das ausgeliehene Ski-Material jedenfalls gleich mal zu einem Vorzugspreis gesichert.

Na dann Ski Frei 2013. Abfahrtsflanke von der Vorderen KarlspitzeDietmar

 

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